Kohle-, Öl- und Gasunternehmen treiben die Klimakrise weiter voran und behindern seit Jahrzehnten Klimaschutzmaßnahmen. Es ist Zeit, dass unsere Institutionen Stellung beziehen und ihre Gelder aus fossilen Brennstoffen abziehen.

Wenn es falsch ist, das Klima zu zerstören, dann ist es auch falsch, von dieser Zerstörung zu profitieren.

Das Geschäftsmodell der fossilen Brennstoffindustrie stürzt uns ins Klimachaos. Wir müssen umgehend die Erschließung neuer Kohle-, Öl- und Gasvorkommen sowie laufende Projekte stoppen, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe zu verhindern.

Die Kohle-, Öl- und Gasunternehmen sind die ertragsstärksten und einflussreichsten Unternehmen und erzielen ihre Gewinne auf Kosten unseres Planeten. Die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen hingegen haben am wenigsten zum Klimawandel beigetragen.

Öffentliche Institutionen müssen sich von Unternehmen trennen, die die Klimakrise anheizen, indem sie ihre Gelder aus fossilen Brennstoffen abziehen und keine Spenden und Sponsorings mehr von der Branche annehmen.

Mit jeder Institution, die sich öffentlich von den Kohle-, Öl- und Gasunternehmen trennt, höhlen wir deren Macht, ihre unmoralischen Geschäftspläne weiterzuverfolgen, ein bisschen mehr aus. Während die fossile Brennstoffindustrie an gesellschaftlicher Akzeptanz verliert, wird auch ihr politischer Einfluss, Klimaschutzmaßnahmen zu behindern, geschwächt.

Institutionen, die weiterhin in fossile Brennstoffe investieren, setzen öffentliche Gelder einem enormen finanziellen Risiko aus und unterstützen eine Branche, die aktiv Klimaschutzmaßnahmen behindert. Sie sollten stattdessen lieber den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen unterstützen und in Gemeinden investieren, die von diesem Ausstieg betroffen sind.

Die Divestment-Bewegung verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Bis heute haben sich fast 700 Institutionen weltweit zu irgendeiner Form des Divestment verpflichtet, unter anderem Universitäten, religiöse Institutionen, medizinische Einrichtungen, Städte wie Seattle, Melbourne und Berlin, die Stiftung Rockefeller Brothers Fund (Erben der Rockefeller-Öldynastie) sowie wichtige Finanzakteure wie der staatliche Pensionsfonds in Norwegen.  

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Inzwischen ist die Fossil Free Bewegung ein breites, internationales Netzwerk von Organisatione, Gruppen und Einzelpersonen, die in Kanada, den USA, Australien, Neuseeland, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Japan, Südafrika, den Niederlanden und Deutschland Divestment fordern. Unsere Forderungen unterstreichen wir mit kreativen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Damit wollen wir den gesellschaftlichen Druck auf diejenige Industrie aufbauen, die mit ihrem Geschäftsmodell unsere Zukunft aufs Spiel setzt.

In Deutschland gibt inzwischen über 25 Fossil Free Gruppen u.a. in München,Essen, Berlin, Münster, Heidelberg, Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe und Konstanz. Unser Netzwerk wächst stetig und wir würden uns freuen, wenn du dabei bist.

Werde Teil der wachsenden, internationalen Klimabewegung, die sich der Kohle-, Öl- und Gasindustrie entgegenstellt. Für eine gerechte, nachhaltige, postfossile Gesellschaft.

 

WAS IST DIE KOHLENSTOFFBLASE

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