Mai 2, 2017

Weltweiter Widerstand gegen Klimazerstörung

2. Mai 2017, WELTWEIT – Ab dem 5. Mai rollt 10 Tage lang eine Aktionswelle über 39 Länder auf sechs Kontinenten hinweg: Tausende werden sich an der Globalen Divestment Mobilisierung beteiligen. Aktivisten, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaftler und vom Klimawandel Betroffene setzen ihre Hoffnungen auf die Divestment-Bewegung, die fordert Investitionen in fossile Brennstoffe zu stoppen.

In Deutschland werden mehr als 25 lokale ‘Fossil Free’-Gruppen ihre Städte, Universitäten, Kirchen und Banken auffordern, Investitionen, die das Klima zerstören zu stoppen.

  • Ein Highlight der Globalen Divestment Mobilisierung ist eine Massendemonstration in der Münchener Innenstadt. Die Demonstranten fordern die Stadt, das Bistum München-Freising und die Universitäten Münchens auf, sich der Divestment-Bewegung anzuschließen und so ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen.

  • In Freiburg und Berlin werden Aktionswochen mit Workshops, Filmvorführungen, Diskussionen und kreativen Aktionen zu Divestment, Klimafolgen und klimabedingter Migration stattfinden. Diese sollen beispielsweise die Universität Freiburg überzeugen, neue Anlagerichtlinien zu erstellen.

  • Gruppen in Aachen, Dortmund und Bochum werden die Komplizenschaft der Kommunen mit dem Kohlekonzern RWE hervorheben. Die Städte werden aufgefordert, sich von Geldanlagen in RWE und allen anderen Kohle-, Öl- und Gasunternehmen zu trennen.

  • In Kassel und Göttingen werden sich die Aktionen auf die Universitäten konzentrieren.

  • Weitere Aktionen finden u.a. in Münster, Stuttgart, Hannover, Chemnitz, Erlangen und Eisenach statt.

Die ‘Fossil Free’ Bewegung nahm ihren Anfang in Nordamerika, Europa und Australien und hat mittlerweile als schnellst wachsende Divestment-Bewegung aller Zeiten auch Asien, Südamerika und Afrika erfasst. Weltweit haben bereits 710 Institutionen in 76 Ländern mit Vermögenswerten von deutlich über $5,5 Billionen Investitionen in Kohle, Öl und Gas beendet oder zurückgefahren.

Im derzeitigen klimapolitischen Machtvakuum hat sich die Divestment-Bewegung als wirksames Instrument erwiesen, um die Kohle-, Öl- und Gasindustrie in die Schranken zu weisen – politisch, finanziell und durch Diskreditierung. Bürger und angesehene Institutionen auf der ganzen Welt können die mangelnde Tatkraft im Klimaschutz herbeiführen. In einer Zeit, in der Regierungen ihre Bevölkerung im Stich lassen und die Folgen des Klimawandels mit Überschwemmungen, Waldbränden, Hitzewellen, Stürmen und Dürren ins Ungewisse führen, erhöht die Bewegung den Druck.

Die Globale Divestment Mobilisierung will neue Impulse setzen, um den Weg für ambitionierten Klimaschutz zu bereiten. Sie setzt unsere Institutionen unter Druck, ihr Geld aus Klimachaos abzuziehen und in den Aufbau einer gerechten Zukunft mit erneuerbaren Energien zu investieren. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten rund um den Erdball tun sich zusammen und füllen die klimapolitische Leerstelle ihrer Regierungen mit der größten Divestment-Bewegung, die die Welt je gesehen hat.

EINIGE HÖHEPUNKTE DER WELTWEIT GEPLANTEN VERANSTALTUNGEN:

AFRIKA

Studenten und Wissenschaftler in Afrika rufen zum Divestment auf. In Südafrika nutzen Fossil Free Stellenbosch und Fossil Free University Cape Town die Gelegenheit, den Druck auf ihre Universitäten zu erhöhen. An der Abubakar-Tafawa-Balewa-Universität in Nigeria findet ein Tagesseminar zu Divestment statt. Weitere Veranstaltungen gibt es in Ghana, Kamerun und im Tschad.

AUSTRALIEN UND NEUSEELAND

In Neuseeland und Australien werden Hunderte Menschen gegen die australische Regierung Malcolm Turnbulls Unterstützung für Adanis geplanten Mega-Kohletagebau in Queensland.

OSTASIEN

Überall in der Region sind große Veranstaltungen in den Metropolen geplant, darunter eine Großveranstaltung in Palawan in den Philippinen und das Event Clean, Safe, Renewable. Why Not? in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. In Japan findet eine zweitägige Veranstaltung in Tokio statt, mit der private Anleger dazu gebracht werden sollen, ihre Geldanlagen aus fossilen Brennstoffen abzuziehen.

EUROPA

Mehrere Dutzend Gruppen organisieren Veranstaltungen in ganz Europa, um Städte, Universitäten, Pensionsfonds und religiöse Institutionen zum Divestment aufzufordern. Mit einer Serie von 14 Kundgebungen wird vor Londoner Bezirksrathäusern zum Divestment aufgerufen. Auch kulturelle Einrichtungen werden unter Druck gesetzt: Die Kampagne „Libérons le Louvre” in Paris wird das Louvre weiter unter Druck setzen, seine Parnterschaft mit dem Total-Konzern zu beenden. In Amsterdam wird das Van-Gogh-Museum mit einer Aktion aufgefordert, sich nicht länger von Shell sponsern zu lassen.

LATEINAMERIKA

In Brasilien werden die Fußballfans von Coritiba bei einem brasilianischen Meisterschaftsspiel ein riesiges Transparent entfalten, mit dem die Fußballmannschaft zum Divestment aufgefordert wird. Außerdem werden an verschiedenen Orten im Bundesstaat Paraná Mahnwachen für klimabedingte Migration und Divestment abgehalten. Wissenschaftliche Institute in der Region bieten Seminare zu Divestment und Zukunftsszenarien mit sauberen Energieformen an. Unter anderem gibt es Veranstaltungen an der Universidad de San Martín in Argentinien und an der Universidad Católica Boliviana.

NORDAMERIKA

In New York City finden mehrere Divestment-Veranstaltungen statt, unter anderem eine Kreativaktion für Divestment vor dem Trump Tower, ein öffentliches Forum über Klimafolgen, erneuerbare Energien und Divestment, ein Lobby-Tag im Staatskapitol, Aktionen zum Divestment aus der Dakota-Access- und der Keystone-XL-Pipeline sowie ein Wirtschaftspodium über Divestment.

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KONTAKT:  Tine Langkamp, Divestment Kampaignerin bei 350.org, [email protected], +49-15170169509

Melanie Mattauch, 350.org Kommunikationsleiterin für Europa, [email protected], +49-15158120184

ANMERKUNGEN FÜR REDAKTIONEN:

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen und Ansprechpartner für die einzelnen Aktionen finden Sie im GDM-Medienpaket (englisch).

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