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Initiative FAKTOR2

Bisher sind nur 4% aller ca. 53000 Dächer in Karlsruhe mit Solarpanels ausgestattet. Um die Energiewende in Karlsruhe zu realisieren, ist es nötig 100 % dieses Potenzials zu nutzen. Hier setzt FF Karlsruhe mit der Kampagne FAKTOR2 an. Die Gruppe bringt Politik, Dachbesitzer*innen, Fachleute und Firmen miteinander ins Handeln und Reagieren, um die Zahl der Solaranlagen auf Dächern in Karlsruhe möglichst zügig um den Faktor2 zu erhöhen – daher der Name der Kampagne.

Fossil Free Karlsruhe sagt dazu “Mit unseren beiden neue Websites haben wir begonnen für die Initiative FAKTOR2 zu werben und
haben potentielle Unterstützer angesprochen, die wir um positive Testimonials für FAKTOR2 gebeten haben. Damit erklären sie öffentlich die Überzeugung, dass nun dringend die Energiewende angegangen werden muss. Außerdem haben wir die politische Arbeit begonnen, indem wir die Initiative den einzelnen Fraktionen im Gemeinderat vorstellen und mit den örtlichen
Stromversorgern darüber sprechen.”

Ein erster Erfolg der Initiative könnte sich aus den Gesprächen mit einer Karlsruher Baugenossenschaft ergeben. Diese will die Initiative von FAKTOR2 aufgreifen und eine Leistung von 500 kWpeak installieren. Erste Gespräche laufen und FF Karlsruhe treibt das Projekt mit Kreativität und Begeisterung voran. Was bei den Gesprächen deutlich wurde, ist, dass manche Bundesgesetze dringend verändert werden müssen, um der Transformation hin zu erneuerbaren Energie nicht im Weg zu stehen. Dies gilt z.B. für den „PV-Deckel“, also dem Stopp der Förderung neuer Solaranlagen, wenn deutschlandweit 52 GW Leistung erreicht sind. Dieser Wert könnte 2020 erreicht werden. Ein anderes Beispiel ist die aus unserer Sicht völlig unnötige Begrenzung der Förderung von
Mieterstromanlagen auf Anlagen mit einer Leistung von max. 100kwp.

Neues Bündnis ZusammenfürKlimaschutz in Karlsruhe veranstaltet Runde Tische zum Klimaschutz

Gemeinsam mit den For Future-Gruppen Karlsruhes, den Naturfreunden und dem BUND Südpfalz hat Foissil Free Karlsruhe das Bündnis ZusammenfürKlimaschutz gegründet. Dieses Bündnis veranstaltet ab dem 1.Oktober 2019 in Kooperation mit der Karlshochschule eine im vierwöchigen Abstand stattfindende Reihe von Runden Tischen.

Dazu sind alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen, sowie Vertreter von relevanten NGOs, Verbänden und großen Institutionen wie z.B. Kirchen, Gewerkschaften, IHK und Haus und Grund. Mit diesen zusammen will Fossil Free ein konkretes Paket an umsetzbaren Maßnahmen, möglichst schon zeitlich terminiert, erarbeiten. Beginnen wird es naheliegender Weise mit der Solarverstromung der Stadt.

Weitere Themen werden die Verkehrswende vor Ort sein, die Dekarbonisierung der Fernwärme, Bauen-Sanierung und Stadtplanung in einer Klimanotstand-Stadt, Umgang mit Wasser, Begrünung, Müll und Ernährung.

Fossil Free Karlruhe dazu: “Wir hoffen, dass es uns gelingt, in den jeweils 4 Stunden, die wir für diese 5 Runden Tische festgelegt
haben, wirklich realistische und machbare Szenarien zu entwickeln, wie Karlsruhe möglichst schon 2025 soweit sein kann, das Kohlekraftwerk vor der Stadt abzuschalten, und damit als Kommune einer Klimakatastrophe alles entgegen gesetzt zu haben, was kommunal möglich sein kann. Ziel ist es, dass die Ergebnisse der Runden Tische auch Eingang in Beschlüsse des Gemeinderats finden. Wir werden über unsere Website und die kommenden Newsletter einen Zwischenstand der Ergebnisse geben können und freuen uns, dass FossilFree Karlsruhe wirklich angefangen hat, konkrete eigene Projekte voranzutreiben.”

350.org und das Fossil Free Netzwerk freuen sich ebenso und drücken die Daumen für das Gelingen!

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